Unterwegs mit Philipp Leon.


Good Evening meine Herzen!

Wie bereits angekündigt, war ich letzte Woche mit meinem besten Freund Philipp Leon unterwegs. Dabei sind neben ein paar guten Fotos, ein paar wirklich gute Gespräche entstanden. Ich muss dazu sagen, dass wir uns seit dem Vorfall auf der Zülpicher Straße nicht mehr wirklich gesehen haben und deswegen noch keine Zeit hatten, das ganze mal zu thematisieren. Dabei wurde schnell klar, dass Leon einiges dazu zu sagen hat und so habe ich mich dazu entschieden, ihn frei schreiben zu lassen.

 

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Unterwegs in Centre Ville de Luxembourg

 

Hallo Ihr Lieben,

Für die, die mich noch nicht kennen – ich bin Philipp Leon. 
Und bevor ich lange um den heißen Brei herumrede und euch hier meine Biographie herunterbete, benutz‘ ich einfach das Wort, welches am besten passt, um mich zu beschreiben: Musik.

Ja ich würde sagen ich bin Musik. Musiker, Singer/Songwriter, Künstler. Was auch immer es gibt, um mein Leben zu beschreiben, es hat etwas mit einem dieser drei Begriffe zu tun.
Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt: Was hat ein Musiker auf diesem Blog zu erzählen?
 Ja, das habe ich mich, um ehrlich zu sein, auch gefragt, als Anschi die Idee hatte, mir ein bisschen Redezeit in ihrem Blog einzuräumen. Als sie mir dann aber das Thema verraten hat, wusste ich sofort, DAS mache ich.

Normalerweise verpacke ich Dinge, die ich zu sagen habe, in Songs. Emotionen jeglicher Art eben. Dinge, die mich und mein Umfeld beschäftigen. Das ist meine persönliche Art mit gewissen Dingen umzugehen. Umso mehr freu ich mich, das Alles nun mal auf eine ganz andere Art und Weise zu tun. Ich hab‘ nämlich viel zu sagen. Gerade was das Thema Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl angeht. Passt ja auch gut zum Thema des Blogs, nicht?

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Um das Pferd von hinten aufzuzäumen: Anschi ist meine beste Freundin und ich war natürlich schockiert mit ansehen zu müssen, welcher Anlass zur Entstehung dieses Blogs führte. Wie hasserfüllt Menschen Fremden begegnen bzw wie oberflächlich und herabwürdigend mit Frauen umgegangen wird. Ihr kennt die Geschichte! Und ihr wart wahrscheinlich genauso erstaunt wie ich, zu sehen, wie Anschi mit der Situation umgegangen ist. Und die lautete: Angriff nach vorne. Dem Ärger Luft machen. Und wie man sieht, hat sich daraus eine immense Kettenreaktion ergeben. Und das Beste ist – aus einer negativen Situation wurde was Gutes. Aus Demütigung wurde Stärke. Aus der Kränkung wurde eine starke Stimme die schreit: „Ey, ich hab verdammt viel sagen und ihr hört mir verdammt noch mal zu!“

Um jetzt endlich auf den Punkt zu kommen: Ich würde euch gerne ein paar (Halb-)Weisheiten aus meinem Leben als Künstler mitgeben und euch erzählen, wie ich gelernt habe mit eben diesen Dingen umzugehen.

Ich bin eigentlich ein durchschnittlicher Typ und immer halbwegs unversehrt durchs Leben gewandert. Ich habe ( Gott sei Dank ) nie die Erfahrung machen müssen, gemobbt oder diskriminiert zu werden. Trotzdem behaupte ich mich gut in die Köpfe von Menschen, denen eben genau das widerfahren ist, hineinversetzen zu können. 
Natürlich habe ich auch teilweise mit Ablehnung zu kämpfen. Das ist eben so wenn man sich in irgendeiner Form in der Öffentlichkeit präsentiert. Aber das Prinzip unterscheidet sich gar nicht so wirklich. 
Ich habe das Gefühl, dass es immer darum geht, Fehler beim Gegenüber zu finden, diese Fehler in einer möglichst lustigen Art und Weise aufzudecken und sich wiederum darüber zu profilieren. „Ey Taxifahrer, dein Taxi liegt jetzt hinten tiefer“. Ein unfassbar lustiger Spruch. Respekt. Du bist soeben um 10 cm gewachsen, Glückwunsch. Nein, Spaß beiseite. Genau das ist Anschi passiert!
Und das ist alles andere als lustig. 
Das Ding ist nur: Wie geht man am besten mit solchen Komikern um? Da man ihnen schlecht den Mund mit ihrer eigenen Scheiße stopfen kann, ist der einzige Weg, intelligent und auf eine subtile Art und Weise zurückzuschlagen. Und das noch nicht mal aktiv. Der Schlüssel ist Selbstakzeptanz. Lässt sich leicht sagen, aber das musste ich auch lernen. Diese Leute werden euch nie akzeptieren und immer Dinge finden, mit denen sie euch klein machen können. Egal ob ihr übergewichtig seid oder nicht und egal wie klein oder groß eure Nase ist.

Sich dem Anzupassen und zu versuchen, sich für diese Leute zu verändern, ist nicht der Weg, damit gebt ihr „denen“ nur Macht über euch und Genugtuung, die diese Sorte von Menschen so sehr befriedigt. 
Ihr müsst euch selbst akzeptieren. Nach vorne gehen. Was aus Euch machen und diesen Menschen mit `nem Lachen begegnen. Denn eines steht fest, Ihr seid nicht der Grund warum diese Menschen Euch so begegnen, der Grund liegt in deren eigener Frustration und Unzufriedenheit. Wenn ihr lernt, euch selbst zu mögen und diese Menschen und ihren Bullshit auszublenden, werdet Ihr erstaunt sein, was für eine Außenwirkung Ihr erzielt. Angenommen ihr verändert nichts an euch, außer die Art, wie ihr euch nach außen präsentiert. Ich bin mir zu 100 % sicher, dass Menschen euch mit anderen Augen sehen.

img_1604Wenn ich Anschi nach längerer Zeit wieder sehe, denke ich nicht als Erstes: Boah, ist die dick. 
Mal abgesehen davon, dass ich das niemals denken würde.
Nein, auf Grund ihrer Ausstrahlung, blende ich komplett aus, dass sie doch eigentlich `nen Haufen Probleme mit sich herumträgt. Ich sehe sie lachen, sehe, wie aufgeschlossen und positiv sie sich gibt und denke mir: „Wow, tolle Frau!!“
Wenn ihr Euch mit eurem Problem im negativen Sinne abfindet, fokussiert Ihr es. Auch für Andere. Und die ganzen Arschlöcher da draußen haben dann ne tolle Zielscheibe. Nehmt ihnen diese Zielscheibe weg und schießt ihnen mit ihrem eigenen Pfeil zwischen die Augen. Dafür braucht Ihr oft nicht einmal Worte, geschweige denn Fäuste. Das schafft Ihr alleine mit Eurer Ausstrahlung und Energie. So mach ich das auch. Auf der Bühne, im Internet und überall wo ich auf die Probe gestellt werde. Und es funktioniert. Wenn ihr euch liebt, werdet ihr geliebt. Die Vollidioten dieser Welt werden euch eh nie lieben, egal was Ihr macht, aber wer braucht die schon! 
Das ist alles! Oberflächlich zusammengefasst und dennoch auf den Punkt.

Ihr seid alle toll! Keep on going!!!

Euer Phil.

 

Ich finde, dass er mit seinem Text den Nagel so ziemlich auf den Kopf trifft. Ich danke ihm auf jedenfall für die Zeit, die er sich genommen hat.

Wenn ihr mehr von ihm sehen und hören wollt, dann empfehle ich euch, ihm auf Facebook und/oder Instagram zu folgen.

Und wer was für Musik übrig hat, sollte sich auch unbedingt seine 1. Single „Auf und ab“ anhören.

Wer auch noch mehr von mir sehen möchte, sollte mir ebenfalls bei Instagram folgen!

 

Habt einen schönen Restabend und lasst es euch gut gehen.

Liebe,

Anschi. <3

 

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