Herzlich willkommen auf meinem Blog

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.. und schön, dass du da bist.

Die vermutlich verrückteste Woche meines Lebens endet nun in meinem ersten offiziellen Blog-Eintrag. In den letzten sechs Tagen haben mich hunderte Nachrichten von Frauen und Männern aus ganz Deutschland erreicht. – An der Stelle: Ich habe es noch nicht geschafft, alle zu beantworten, aber ich bin dran! – Darunter waren Nachrichten von Leuten jeder Alters-, Größe- und Gewichtsklasse. Dafür schon einmal tausend Dank!

Ich habe lange überlegt, womit ich meinen Blog eröffne. Und es gibt eigentlich nur eine Möglichkeit. Ich erzähle was von mir. Seit einer Woche geistere ich durch die Medien und viele kennen nun meine Geschichte vom Taxistand, aber niemand weiß, wie ich zu dieser Anschi geworden bin, die ich heute bin. Und da werde ich nun etwas Licht ins Dunkle bringen.

Eine Großzahl der Nachrichten, die mich erreicht haben, handelten davon, dass sie von meinem Mut und meiner Stärke beeindruckt seien und mir dafür den größten Respekt aussprachen. Ein paar Andere fragten, wie ich überhaupt so stark sein kann.. Und auf diese Frage werde ich jetzt ausführlich antworten.

Ich habe mit ca. 4 Jahren angefangen Gewichtsprobleme zu bekommen. Der Grund dafür ist bis heute unbekannt. In dem selben Alter habe ich begonnen Handball zu spielen, was für mich mit jedem Jahr, in welchem ich Älter wurde, ein wichtigerer Bestandteil meines Lebens wurde. Auch in der Schule habe ich den Sport geliebt, deswegen habe ich zusätzlich angefangen zu tanzen. Klingt nach einem sehr sportlichen Kind? Richtig, war ich. Ich war aber dennoch immer pummelig.

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1999

Meine Mutter hat mich von Arzt zu Arzt und von Ernährungsberatung zu Ernährungsberatung geschleppt. Herausgestellt hatte sich dabei nur ADHS, aber kein Grund für die stetige Gewichtszunahme. Ich weiß noch, dass ein Arzt mal sagte „Ihr Kind soll einfach mal weniger essen und sich mehr bewegen!“. – Darüber ist meine Mutter heute noch fassungslos. Und ich auch. Denn zur Erinnerung: ADHS, viel Sport und eine normale Ernährung sind alles, aber keine Gründe für Übergewicht.

1996
1996

Je älter ich wurde, desto schlimmer wurde es auch. Dadurch waren meine Zeiten im Kindergarten und in der Schule auch eher unangenehm als schön. Mit 13 wurde ich dann von meinen eigenen Trainern aus meiner Handballmannschaft gemobbt. Ich weiß heute nur noch, dass die Worte „faul“ und „fett“ gefallen sind. Und auch in meinem Karnevalsverein haben die Mädchen meiner Garde alles darangesetzt, dass ich mich irgendwann nicht mehr traue zum Training zu kommen. Danke dafür.
Damit war meine sportliche Laufbahn dann auch zu Ende. Im Alter zwischen 14 und 19 habe ich dann angefangen mich mehr und mehr zurück zu ziehen. Ich wollte nicht mehr rausgehen, hing nur noch am Computer rum und wollte mit niemandem was zu tun haben. Auch die Schule war Horror. Da kam die Ablehnung nicht einmal von meinen Mitschülern (hörte in der 9. Klasse auf) – sondern von der Lehrerschaft. Besonders von meiner Sportlehrerin, welche wirklich KEINE Gelegenheit ausließ, um mich vor versammelter Klasse klein zu machen. Deswegen war ich auch nicht traurig, als meine Schulzeit 2009 zu Ende ging. Was das Ganze wirklich mit mir gemacht hat, sollte sich erst in den darauffolgenden Jahren zeigen. Nachdem ich eine Ausbildung und den 1. Versuch, mein Fachabitur zu machen in den Sand gesetzt habe & daraufhin auch noch einen Job verlor, der mir unglaublich wichtig war, ging es richtig bergab. Ich habe mich komplett gehen lassen. Kein Tageslicht, keine sozialen Interaktionen, kaum Kontakt zur Familie. Und das über Monate. An einem guten Tag, welche ich in diesem Zeitraum an einer Hand abzählen kann, habe ich mich dazu entschieden eine Therapie zu machen. Ich war an einem Punkt, an dem ich alleine nicht aus meinem Loch rausgekommen wäre. Ich habe an allem meine Freude verloren. Zum Beispiel habe ich lange Zeit passioniert fotografiert – mittlerweile habe ich seit 2 Jahren meine Kamera nicht mehr benutzt (hierzu ist in Zukunft aber einiges geplant). Also folgte eine dreimonatige stationäre Therapie in der ich spüren konnte, wie es mir jeden Tag etwas besser ging. In dieser Zeit wurde mir aber auch schmerzlich bewusst, wie es überhaupt erst soweit kommen konnte. Gemischt mit ein zwei anderen Faktoren war Mobbing von Kindheitsalter an eben etwas, womit ich innerlich nicht zurecht gekommen bin und was mich etwas „kaputt“ gemacht hat.

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2009

Zudem habe ich in diesen paar Jahren 50 Kilo zugenommen. 50 Kilo! Ich war aber mehr als zuversichtlich, dass die Therapie erfolgreich war und ich mich nun endlich auf die Dinge konzentrieren könne, die mir wichtig sind. Im selben Sommer, dem Sommer 2014, bin ich auch mit meinen beiden Mitbewohnerinnen von Saarbrücken nach Köln umgezogen. Da ich Kommunikationsdesign studieren wollte, bzw. es immer noch möchte, habe ich mich hier in Köln erneut an einer Schule eingeschrieben um mein Fachabitur zu machen. Die ersten paar Wochen waren auch sehr unkompliziert und alles lief wie am Schnürchen. Doch mit den 50 Kilo mehr wurden die Probleme auf der Straße größer. Viel größer. Da ich zuvor mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschnitten war, habe ich solche Konfrontationen perfekt gemieden und verdrängt. Und nachdem ich dem wieder ein Weile ausgesetzt war, bekam ich einen depressiven Rückfall. Die Beleidigungen wurden schlimmer und der Platz in meinem Kopf kleiner. Irgendwas in mir sagte „Du kannst das nicht mehr machen.“ – was zur Folge hatte, dass ich auch diese Schule nicht weiterhin besucht habe. Meine Situation spitzte sich zu. 22 Jahre alt, keine Ausbildung, kein Abitur, kein Durchhaltevermögen, von der Gesellschaft abgelehnt.
Nachdem mir das alles bewusst wurde, wollte ich meinem Leben ein Ende setzen. Ich hatte schon Abschiedsbriefe an meine besten Freunde und Familie verfasst. Ich konnte einfach nicht mehr so weitermachen. Zum Glück (im Nachhinein betrachtet) kam meine Mitbewohnerin an besagtem Tag rechtzeitig nach Hause und kümmerte sich um mich. Danke Laura, ich liebe dich dafür.

Davon musste ich mich erstmal ne Weile erholen und ich wusste, dass eine erneute Therapie unerlässlich ist. Das Ganze liegt jetzt etwas weniger als 2 Jahre zurück. Es hat danach noch ca ein Jahr gedauert, bis ich wirklich wieder rausgegangen bin. Raus im Sinne von: Bewusst unter Menschen gehen. In die Stadt fahren, feiern gehen usw. Und an der Stelle wird es interessant. Denn was hat mich dazu motiviert? Es war kein Arzt und auch kein Freund. Ich selbst war es. Ich habe mir selbst die Frage gestellt, was eigentlich GENAU das Problem ist, welches ich habe. Fühle ich mich unwohl in meinem Körper oder fühle ich mich unwohl in der Gesellschaft? Und was sind meine eigentlichen Ängste? Und die Antwort lag irgendwann auf der Hand. Ich fühle mich unwohl, weil man mir von allen Seiten das Gefühl gibt, dass ich mich unwohl fühlen muss. Weil Übergewicht für andere unästhetisch ist. Aber ganz ehrlich: Das ist nicht länger mein Problem. Wenn mich die Gesellschaft irgendwann soweit bringt, dass ich meinem Leben ein Ende setzen will (und ich spreche hier nicht nur von mir), dann MUSS sich einfach etwas verändern!
Denn nur weil ich heute selbstbewusster und stärker auftrete als vor drei Jahren, heißt das nicht, dass ich heute keine Probleme mehr habe. Im Gegenteil. Psychologisch gesehen gelte ich immer noch nicht als genesen. Und das nach so langer Zeit. Um Andere vor sowas, soweit es geht ,zu schützen, müssen wir Stärke zeigen und füreinander einstehen. Für die Leute, die sich ihren Spruch nicht verkneifen können, ist es wahrscheinlich „nur“ ein Spruch. Aber für den Leidtragenden ist es vielleicht DER Spruch, welcher das Fass zum Überlaufen bringt. Und darüber sollten viele einfach mal nachdenken. Mobbing und Diskriminierung haben nichts (!) mit Meinungsfreiheit zu tun, Freunde. Absolut nichts. Es ist einfach respektlos und unüberlegt. Wir brauchen nicht noch mehr Menschen, die andere verurteilen, weil sie anders sind, als man selbst. Das ist falsch! Wo kämen wir denn hin wenn jeder jedem auf der Straße hinterher ruft, was einem am andern nicht passt? Ihr zerstört Leben damit. Und das ist keine Übertreibung, sondern eine Tatsache. An der Stelle sei auch erwähnt, dass dies nicht nur übergewichtige Menschen betrifft. Aber dazu in den kommenden Tagen mehr.

Jedenfalls habe ich eben über all diese Dinge nachgedacht und mich dazu entschieden, mich nicht weiter darüber zu definieren, was andere über mich denken, sondern nur noch darüber, wie ich selbst zu mir stehe. Aber das ist ein Prozess. Und er dauert seine Zeit. Und wer alleine damit nicht zurechtkommt: Beschäftigt euch mit all den zahlreichen Bodypositivity-Aktivisten, die man im Netz findet. Holt euch Mut! Schreibt den Leuten & schreibt gerne auch mir.

An der Stelle mache ich erstmal einen Punkt und lasse das Ganze sacken. Jetzt habt ihr ein besseres Bild davon, wie ich zu der Person wurde, die ihr nun kennt.
Wer möchte, darf den Eintrag gerne mit seinen Freunden teilen und oder mir ein Feedback in Form eines Kommentars oder einer Nachricht zukommen lassen.

Habt noch einen schönen Tag und genießt den Rest vom Wochenende!

Viel Liebe,
Anschi.

18 Gedanken zu „Herzlich willkommen auf meinem Blog

  1. Hi Anschi, es ist schon irgendwie berührend das dein Leben so verlaufen ist. Ich finde es richtig wunderbar das du stärke zeigst und mit erhobenem Hauptes gegen allem dich stellst und hoffe das du mit deiner Offenheit anderen Menschen mit gibst. Mach weiter so ich wünsche dir von Herzen alles bestens verläuft für dich :-*:-*

  2. hallo anschi, ich kann auch nur sagen „respekt“ das was du durchgemacht hast, steckt man auch nicht so einfach weg, ich finde es gut das du dir hilfe gesucht hast um aus diesen „loch“ heraus zukommen…..mach weiter so

  3. Hallo Anschi,
    habe Deinen Beitrag bei Nettwerk gelesen und mitverfolgt. Bin auch aus Köln.
    Finde die Idee mit dem Blog super.
    Du bist eine tolle ,junge Frau.
    Zusammen sind wir stark.
    Drücke Dich mal.
    Liebe Grüße
    Heidi

  4. Ich weiss garnicht so recht was ich schreiben soll. War gerade etwas erschrocken über deine Ehrlichkeit über das was du durch gemacht hast. Aber das ist auch wieder positiv????. Ich habe das ganze in den letzten Tagen verfolgt und muss einfach nur DANKE sagen und ich freue mich weiter von dir hier zu lesen. ????

  5. Hallo ☺
    Ich wollte dich fragen wie du es schaffst so selbstbewusst zu sein?
    Ich hoffe ich beleidige die jetzt nicht damit aber ich bin auch dick und ich muss es mir von jedem anhören wir fett ich ja bin.
    Und ich bin seid 2 Jahren Single und wünsche mir im Moment nix mehr als eine glückliche Beziehung.
    Aber sobald ich mich mit einem jungen treffen darf ich mir von ihm Anhören das ich zu fett bin…
    Ich muss gestehen ich habe auch schon an Selbstmord gedacht. Aber ich weiß es ist Schwachsinn.
    Ich trau mich auch so gut wie gar nicht mehr auf die Straße. Weil mich Alle immer dumm angucken.
    Ich will den Leuten zeigen das ich auch ein normaler Mensch bin.
    Und ich möchte nicht immer wegen den Sprüchen von Jungs in Tränen aus brechen.
    Kannst du mir vielleicht ein paar Tipps geben? Wie ich über dem stehen kann.
    Wäre super lieb von dir.

    Liebe Grüße Julia.

    1. Huhuu, liebe Julia, ich bin 50 und auch dick. Manche sagten mir auch, ich sei fett. Ich war aber auch mal sehr schlank und hatte einen tollen hübschen Mann. Diesen Mann hatten aber auch zeitgleich einige andere Frauen – er war charakterlich somit ein A….. . Dann wurde ich krank, sehr krank, bin noch nicht geheilt und habe 50 -60 Kilo zugenommen. Hab mich verkrochen fast 10 Jahre lang, war nur für meine Kids da. Seit einem Jahr habe ich einen Freund. Es kam einfach so völlig unvorbereitet zustande. Aber zehn Jahre war ich allein. Was ich dir sagen möchte: lebe. Lebe dein Leben, geh aus, werde stark, lächle diejenigen, die dich beleidigen, herablassend ins Gesicht, denn viele von denen haben auch keine Beziehung, obwohl sie schlank oder dünner als wir sind. Lass dich nicht von Menschen, die charakterlos sind, herunter ziehen! Lebe.

    2. Hallo Julia, ich möchte dir sagen das es nicht schlim ist ein par kilo mehr zu haben. Ich wurde auch schon oft beleidigt weil ich selbst nicht der schlängste bin.
      Ich möchte dir raten wen dich jemand beleidigt das du darüber stehst, dich nicht aufregst und dem jenigen mit einem lächeln begegnest. Wen du übergewicht hast und du dich selbst fet findest dan ist das halt so, es zählt im Leben so fil mehr als deine Figur und ich bin sicher das auch du noch deinen Partner fürs Leben finden wirst.
      Auch ich habe nicht mehr so ganz daran geglaupt meine Partnerin fürs leben zu finde, trotzdem hat es geklapt.
      Als putz dich raus denk positif und dan ab ins Leben.

  6. Irgendwie spiegelt sich da auch meine Schulzeit wieder, nur leider habe ich diesen Mut und auch die Kraft in all den Jahren nicht erreicht…aber, ich werde mit voller Bewunderung deinen Blog verfolgen und vielleicht wenn auch nur ein kleines bisschen Stärke daraus entwickeln!!!
    Viel Erfolg mut deinem Blog!!!

  7. Hey anschi,
    Ich bin sehr stolz auf dich
    Das du den mut hast deine Geschichte zu erzählen im internet 🙂
    Mach weiter so und halte dich munter LG kevin

  8. Liebe Anschi,

    Ich möchte dir meinen absoluten Respekt aussprechen.
    Nicht nur für dein Facebook-Posting, sondern auch für die Entscheidung einen Blog zu eröffnen und deine Lebensgeschichte zu erzählen.
    Du hast unglaubliches durchmachen müssen und ich bewundere dich für deinen Mut und deine Stärke! Du bist eine wunderbare Person, das liest sich schnell heraus!
    Ich wünsche dir nur das Beste für die Zukunft.

    Liebe Grüße 🙂

  9. Huhu Anschi,
    Deine Geschichte erinnert mich doch sehr an meine obwohl ich nie übergewichtig war sondern eher untergewichtig. Bin aber nicht so ein Modepüppchen sondern eher eine Praktikerin die gerne einfach mal drauf los werkelt. Genau das und meine eher schüchterne Art haben bzw machen mir das Leben aber immer noch schwer. Ich finde es genau wie auch grausam das anders sein in der heutigen Gesellschaft meist nur verspottet wird. Um so wichtiger ist es das man dieses Thema, so wie es machst, aufgreift und an die Öffentlichkeit weiterleitet. Bitte mach so weiter und lass dich von niemandem verbiegen.
    Liebe Grüße von mir, Conny, 20 auch aus dem schönem Köln ????

  10. Du bist die Beste ❤️
    Ich bin so stolz auf dich! Ich hoffe du kannst ganz ganz viele Menschen mit dem, was du zu sagen hast, erreichen, helfen , Mut machen und was es sonst noch so zu tun gibt!
    Mach weiter so! 🙂

  11. Hey Anschi,
    wann lernen die Menschen das ein schlanker Körper mit einem miesen Wesen wirklich zu verachten ist und nicht eine (Wirkliche) Frau die ein paar Kilos mehr hat.Meine Frau ist auch eine Rundl. wundervolle Frau mit einem Herzen aus Gold und einem Geist aus Platin und ich liebe Sie von ganzem Herzen! Du (Ich duze Dich mal enfach weil ich der Ältere bin 😉 )bist eine wunderschöne Frau und ich fine es ganz Toll das Du zu Deinem Körper stehst solange Du dich in Deinem Körper wohl fühlst. Bitte bleibe wie Du bis und strafe Menschen die etwas an Dir auszusetzen haben mit nicht beachten. Ich weiß as es manchmal sehr schwer ist aber ich als Schwerbehinderter Mensch kenne das Gefühl wenn man behandelt wird als sei mn von einem anderen Stern. In den Jahren in denen ich in Afrika lebte, habe ich gesehen das die Einheimischen alle rundlichen Fraue ehrlich verehrt haben und schlanke wurden als Krank betrachtet.Es ist hart für mich als Mann,einzugestehen das die meisten Männer so umm sind das Sie gerne eine Fru wie Dich im Bett hätten aber eine 90-60-90 auf der Straße neben sich. Wir müssen uns da nur fragen wer enn da die Komplexe hat.
    Ich wünsche Dir eine wundervolle Zeit und könnte Dich mit Komplimenten überhäufen aber das gehört sich für einen alten Mann nicht. 😉

    Liebste Grüße,

    Olly

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